Erfolgreicher Auftakt der Muschelsaison 2026 auf Sylt

Erfolgreicher Auftakt der Muschelsaison 2026 auf Sylt

Hörnum/Sylt, 3. Juli 2026

Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Naturschutz und Wirtschaft haben die schleswig-holsteinischen Muschelzüchter am Freitag stürmisch die diesjährige Muschelsaison offiziell eröffnet. Gastgeber der traditionellen Veranstaltung im Hörnumer Hafen war die Erzeugerorganisation schleswig-holsteinischer Muschelzüchter.

Die Festrede hielt Schleswig-Holsteins Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz, Cornelia Schmachtenberg. Sie würdigte die Muschelwirtschaft als wichtigen Bestandteil der regionalen Wertschöpfung und betonte die enge Verbindung von nachhaltiger Aquakultur und Naturschutz im Nationalpark Wattenmeer.

Die Muschelzüchter blicken insgesamt positiv auf die bevorstehende Saison. Die Qualität der Sylter Miesmuscheln ist erneut hervorragend und die Betriebe erwarten eine Erntemenge auf dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig machten die Züchter deutlich, dass die Branche weiterhin vor großen Herausforderungen steht. Insbesondere die nachlassenden Erträge der Saatmuschelgewinnungsanlagen im Hörnumtief, steigende Kosten, zunehmende Bürokratie sowie die weiterhin unzureichende Hafeninfrastruktur in Hörnum erfordern langfristige Lösungen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und informierten sich direkt vor Ort über die Arbeit der Muschelzüchter. Bei einer Ausfahrt in das Wattenmeer erhielten sie Einblicke in die nachhaltige Miesmuschelzucht sowie in die besonderen Herausforderungen der Bewirtschaftung im Nationalpark.

Traditionell durfte auch der kulinarische Genuss nicht fehlen: Frisch zubereitete Sylter Miesmuscheln und Austern rundeten den Tag ab und boten den Gästen die Möglichkeit, die Qualität der regionalen Produkte unmittelbar zu erleben.

Die Erzeugerorganisation bedankt sich bei allen Gästen, Partnern und Unterstützern für ihren Besuch und wünscht den Mitgliedsbetrieben eine erfolgreiche und sichere Muschelsaison 2026.

Zu den Medienberichten:
NDR Schleswig-Holstein
WELT
SAT.1

Die Veranstaltung wurde organisiert von Yvonne Grünewald GMS Grünewald Management Solutions

Wechsel in der Geschäftsführung der Roem Deutschland GmbH und NFS

Der schmerzhafte Verlust von David de Leeuw am 5. Februar 2026 bewegt uns alle noch immer tief. Sein großes Engagement und sein Einsatz für die deutsche Muschelzucht hinterlassen eine spürbare Lücke.

Um die Kontinuität und die Weiterentwicklung der Zuchtbetriebe zu gewährleisten, wurden die Verantwortlichkeiten neu geordnet: Seit dem 1. Mai 2026 hat Edith de Leeuw formell  die Geschäftsführung der Roem Deutschland GmbH sowie der NFS übernommen. Sie konzentriert sich in enger Zusammenarbeit mit Pascal und Julien de Leeuw vor allem auf organisatorische und finanzielle Themen.

In ihrer Rolle als Geschäftsführerin dieser Betriebe wird Edith de Leeuw somit auch die Interessen in der Erzeugerorganisation Schleswig-Holsteinischer Muschelzüchter e.V. vertreten.

Wir wünschen ihr für die neuen Aufgaben viel Erfolg und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit in der EO.

 

Saisoneröffnung am 03. Juli 2026 mit Ministerin Cornelia Schmachtenberg

Die diesjährige traditionelle Festveranstaltung zur Saisoneröffnung der schleswig-holsteinischen Muschelzüchter findet am 03. Juli 2026 statt. Die Festrede wird dieses Jahr Frau Cornelia Schmachtenberg, Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein, halten.

Bei der Veranstaltung haben die eingeladenen Gäste aus Politik, Verwaltung, Naturschutzverbänden und Wirtschaft die Gelegenheit, die Arbeit der Muschelzüchter direkt vor Ort in Hörnum auf Sylt kennenzulernen. Die Züchter werden dabei auch über ihre aktuellen Herausforderungen und Erfolge berichten. Als kulinarische Highlights gibt es als Imbiss fangfrische Sylter Muscheln und Sylter Royal Austern.

Für die Miesmuscheln im Nationalpark Wattenmeer gilt vom 1. April bis zum 15. Juni eine Schonzeit. Dann beginnt üblicherweise Anfang Juli die Ernte der Miesmuscheln.

Übrigens: auch wenn Sylter Miesmuscheln besonders in den Monaten mit einem „r“ im Namen beliebt sind, lohnt es sich, diese Köstlichkeit das ganze Jahr über zu genießen. Im Juli und August erreichen die Muscheln ihre optimale Größe und Qualität, was sie zu einem besonders schmackhaften Erlebnis macht. Gönnen Sie sich also auch in der „r“-freien Zeit den Genuss frischer Sylter Miesmuscheln – ein wahres Geschmackserlebnis!

Nachruf für David de Leeuw

Die Erzeugergemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Muschelfischer trauert um

David de Leeuw

der am 05.02.2026 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist.

David de Leeuw war als Vertreter seiner Unternehmen Mitglied unserer Erzeugergemeinschaft. Mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und persönlicher Verlässlichkeit hat er die gemeinsame Arbeit innerhalb der Erzeugergemeinschaft mitgeprägt. Sein Wirken war stets von Verantwortungsbewusstsein, Klarheit und gegenseitigem Respekt getragen.
Sein Tod hinterlässt eine spürbare Lücke in unserer Gemeinschaft.

Wir verlieren mit David de Leeuw einen geschätzten und verlässlichen Kollegen, dessen Engagement und Persönlichkeit wir in ehrender Erinnerung behalten werden.

Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden. Wir werden David de Leeuw ein ehrendes Andenken bewahren.

Farewell, David.

Im Namen der

Erzeugerorganisation schleswig-holsteinischer Muschelzüchter e.V.

Ministerpräsident Günther setzt sich für Fortbestand des Hörnumer Hafens ein

Ministerpräsident Daniel Günther hat angekündigt, sich aktiv für eine Lösung zur Sanierung und zum Ausbau des stark maroden Hafens in Hörnum einzusetzen. Der Hafen gilt als essenziell für die Sylter Muschelwirtschaft, Ausflugsschifffahrt und regionale Wirtschaft. In Gesprächen mit der Bundesregierung soll im November eine Klärung über Zuständigkeiten und Kosten erfolgen.

Es sind bereits erhebliche Schäden an Hafenanlagen sichtbar, und ein Großteil der Kaiflächen ist aktuell nicht nutzbar. Für die Grundinstandsetzung werden Kosten von mindestens 39 Millionen Euro geschätzt. Der Bund hat zugesagt, die Hälfte der Sanierungskosten zu übernehmen, während die Gemeinde Hörnum den anderen Teil finanzieren soll. Der Erste Vorsitzende der Muschelzüchter, Heinz Maurus, betont, dass der Zustand des Hafens über Jahre hinweg prekär geworden sei und nun dringend gehandelt werden müsse.

Zum Presseartikel n.tv

Zum Presseartikel Deutsche Presse-Agentur

Foto: Muschelzüchter

Besuch des maritimen Koordinators Dr. Christoph Ploß

Bildquelle: ErzeugerorganisationIst das Länder- und Kommunal- Infrastrukturfinanzierungsgesetz zur Sanierung des Hörnumer Hafens einsetzbar?

Der maritime Koordinator der Bundesregierung Dr. Christoph Ploß informierte sich am 28. August 2025 anlässlich seines Besuches auf Sylt über die Muschel- und Austernwirtschaft in Schleswig-Holstein.

Im Zuge der Gespräche ging es um natürliche, rechtliche und wettbewerbliche Herausforderungen dieses Wirtschaftszweiges. Der maritime Koordinator sprach sich dabei deutlich gegen Überregulierung und vernünftige praktikable Lösungen national, aber auch im Rahmen der EU, aus.

„Ich konnte mich heute vor Ort davon überzeugen, dass auf Sylt Muscheln und Austern in Spitzenqualität auf den Markt kommen. Nachhaltig produziert und ökologisch zertifiziert, werden hier regionale Produkte in Prämienqualität angeboten, die europaweit Abnehmer finden“, betonte Ploß. „Regionale Produkte sind wesentlicher Bestandteil unserer Marketingstrategie und eine Bereicherung des Angebots der Sylter Gastronomie, zudem tragen Sie den Namen Sylt weit über die Grenzen der Insel hinaus“, so Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH.

Bereits bei seiner Ankunft zeigte sich der maritime Koordinator erschüttert über den Zustand des Hörnumer Hafens. „Von allen Häfen, die wir in den letzten Wochen bereist haben, ist keiner in einem so schlechten Zustand, wie der Hörnumer Hafen“, stellte Ploß fest. Er rate dringend, alle sich im Moment bietenden Lösungen zur Sanierung des Hafens aufzugreifen. Das sei zum einen, die im Haushaltsgesetz 2023 des Bundes zugestandene Summe von 50 Prozent der Instandsetzungskosten, plus Planungskosten für die Sanierung des Hafens. Zum anderen die Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von kommunalen Hafenbaumaßnahmen in Schleswig-Holstein, die eine Förderung bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten zulässt. Dies setze aber voraus, dass die Gemeinde den Hafen endlich übernehmen könne.

Zudem bestehe seit Mitte des Jahres die Möglichkeit, seitens des Landes aus dem Länder- und Kommunal- Infrastrukturfinanzierungsgesetz Mittel für diese Infrastrukturmaßnahme einzusetzen. Der Bund stelle für das Gesetz 100 Milliarden Euro zur Verfügung. Nach dem Königsteiner Schlüssel entfallen auf das Land Schleswig-Holstein 3,5 Prozent, dies seien 3,5 Milliarden Euro.

Ploß:“ Eine rechtliche Prüfung in unserem Haus, dem Bundeswirtschaftsministerium, hat ergeben, dass Hafeninfrastrukturmaßnahmen im Rahmen dieses Gesetzes berücksichtigt werden können. Ich hoffe, dass wir gemeinsam, Bund, Land und Kommune, dieses traurige Kapitel – Hafen Hörnum – bald zum erfolgreichen Abschluss bringen können!“