6. Februar 2026
Die Erzeugergemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Muschelfischer trauert um

David de Leeuw
der am 05.02.2026 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist.
David de Leeuw war als Vertreter seiner Unternehmen Mitglied unserer Erzeugergemeinschaft. Mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und persönlicher Verlässlichkeit hat er die gemeinsame Arbeit innerhalb der Erzeugergemeinschaft mitgeprägt. Sein Wirken war stets von Verantwortungsbewusstsein, Klarheit und gegenseitigem Respekt getragen.
Sein Tod hinterlässt eine spürbare Lücke in unserer Gemeinschaft.
Wir verlieren mit David de Leeuw einen geschätzten und verlässlichen Kollegen, dessen Engagement und Persönlichkeit wir in ehrender Erinnerung behalten werden.
Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden. Wir werden David de Leeuw ein ehrendes Andenken bewahren.
Farewell, David.
Im Namen der
Erzeugerorganisation schleswig-holsteinischer Muschelzüchter e.V.
2. Oktober 2025
Ministerpräsident Daniel Günther hat angekündigt, sich aktiv für eine Lösung zur Sanierung und zum Ausbau des stark maroden Hafens in Hörnum einzusetzen. Der Hafen gilt als essenziell für die Sylter Muschelwirtschaft, Ausflugsschifffahrt und regionale Wirtschaft. In Gesprächen mit der Bundesregierung soll im November eine Klärung über Zuständigkeiten und Kosten erfolgen.
Es sind bereits erhebliche Schäden an Hafenanlagen sichtbar, und ein Großteil der Kaiflächen ist aktuell nicht nutzbar. Für die Grundinstandsetzung werden Kosten von mindestens 39 Millionen Euro geschätzt. Der Bund hat zugesagt, die Hälfte der Sanierungskosten zu übernehmen, während die Gemeinde Hörnum den anderen Teil finanzieren soll. Der Erste Vorsitzende der Muschelzüchter, Heinz Maurus, betont, dass der Zustand des Hafens über Jahre hinweg prekär geworden sei und nun dringend gehandelt werden müsse.
Zum Presseartikel n.tv
Zum Presseartikel Deutsche Presse-Agentur
Foto: Muschelzüchter

28. August 2025
Ist das Länder- und Kommunal- Infrastrukturfinanzierungsgesetz zur Sanierung des Hörnumer Hafens einsetzbar?
Der maritime Koordinator der Bundesregierung Dr. Christoph Ploß informierte sich am 28. August 2025 anlässlich seines Besuches auf Sylt über die Muschel- und Austernwirtschaft in Schleswig-Holstein.
Im Zuge der Gespräche ging es um natürliche, rechtliche und wettbewerbliche Herausforderungen dieses Wirtschaftszweiges. Der maritime Koordinator sprach sich dabei deutlich gegen Überregulierung und vernünftige praktikable Lösungen national, aber auch im Rahmen der EU, aus.
„Ich konnte mich heute vor Ort davon überzeugen, dass auf Sylt Muscheln und Austern in Spitzenqualität auf den Markt kommen. Nachhaltig produziert und ökologisch zertifiziert, werden hier regionale Produkte in Prämienqualität angeboten, die europaweit Abnehmer finden“, betonte Ploß. „Regionale Produkte sind wesentlicher Bestandteil unserer Marketingstrategie und eine Bereicherung des Angebots der Sylter Gastronomie, zudem tragen Sie den Namen Sylt weit über die Grenzen der Insel hinaus“, so Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH.
Bereits bei seiner Ankunft zeigte sich der maritime Koordinator erschüttert über den Zustand des Hörnumer Hafens. „Von allen Häfen, die wir in den letzten Wochen bereist haben, ist keiner in einem so schlechten Zustand, wie der Hörnumer Hafen“, stellte Ploß fest. Er rate dringend, alle sich im Moment bietenden Lösungen zur Sanierung des Hafens aufzugreifen. Das sei zum einen, die im Haushaltsgesetz 2023 des Bundes zugestandene Summe von 50 Prozent der Instandsetzungskosten, plus Planungskosten für die Sanierung des Hafens. Zum anderen die Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von kommunalen Hafenbaumaßnahmen in Schleswig-Holstein, die eine Förderung bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten zulässt. Dies setze aber voraus, dass die Gemeinde den Hafen endlich übernehmen könne.
Zudem bestehe seit Mitte des Jahres die Möglichkeit, seitens des Landes aus dem Länder- und Kommunal- Infrastrukturfinanzierungsgesetz Mittel für diese Infrastrukturmaßnahme einzusetzen. Der Bund stelle für das Gesetz 100 Milliarden Euro zur Verfügung. Nach dem Königsteiner Schlüssel entfallen auf das Land Schleswig-Holstein 3,5 Prozent, dies seien 3,5 Milliarden Euro.
Ploß:“ Eine rechtliche Prüfung in unserem Haus, dem Bundeswirtschaftsministerium, hat ergeben, dass Hafeninfrastrukturmaßnahmen im Rahmen dieses Gesetzes berücksichtigt werden können. Ich hoffe, dass wir gemeinsam, Bund, Land und Kommune, dieses traurige Kapitel – Hafen Hörnum – bald zum erfolgreichen Abschluss bringen können!“
4. März 2025
Mit Vorfreude blicken die Muschelfischer der Erzeugerorganisation in eine neue Saison. Nach einer ruhigen Winterpause laufen die Vorbereitungen für die kommende Muschelsaison auf Hochtouren. Die Fischer und ihre Teams arbeiten intensiv daran, alles vorzubereiten, um auch in diesem Jahr wieder qualitativ hochwertigste Muscheln zu ernten und die Märkte zu beliefern.
Neben der technischen Wartung steht vor allem die Planung der Erntezeiten und die Organisation der Ernte im Mittelpunkt. Die Muschelfischer legen großen Wert auf nachhaltige Praktiken, um den Bestand der Muscheln und die Gesundheit der Gewässer langfristig zu sichern. Doch auch die Innovation kommt nicht zu kurz: In den letzten Jahren wurden neue Technologien und Methoden eingeführt, um die Muscheln noch effizienter und umweltschonender zu ernten. Dies stärkt nicht nur die Qualität der Produkte, sondern fördert auch die nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen.
Die Muschelfischer sind zuversichtlich, dass die kommende Saison wieder ein voller Erfolg wird. Der Markt zeigt großes Interesse an frischen Muscheln, und die Nachfrage nach regionalen, nachhaltig produzierten Meeresfrüchten wächst stetig.
Die Muschelfischer der Erzeugerorganisation setzen auch in der neuen Saison auf Qualität und Nachhaltigkeit. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung und einem klaren Fokus auf umweltschonende Erntemethoden wird die Saison 2025 mit Sicherheit ein Erfolg.
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